Jerusalem: Trotz Terrorgefahr wieder «Theologisches Studienjahr»?

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Falls sich Sicherheitslage bessert, soll Ausbildungsgang für christliche Theologiestudenten ab August 2003 wieder aufgenommen werden

Jerusalem, 5.11.02 (KAP) Das auf Grund der schwierigen politischen Lage derzeit ausgesetzte «Theologische Studienjahr Jerusalem» soll im kommenden Sommer wieder aufgenommen werden. Falls sich die Sicherheitslage erkennbar entspannt, finde der nächste achtmonatige Ausbildungsgang für katholische und evangelische Theologiestudenten ab August 2003 statt, teilten die Organisatoren in Jerusalem und Rom mit. Sollte sich innerhalb des Schuljahres die Lage wieder zuspitzen, könne der Studienbetrieb an einen anderen Ort im Land verlegt werden.

Falls dieses Studienjahr aus Sicherheitsgründen erneut abgesagt werden müsse, plane man alternativ einen achtwöchigen «Studienkurs» in den Wintersemesterferien 2003/04. Dieser solle dann an einem «sicheren Ort» in Israel stattfinden, eventuell in Galiläa, hieß es weiter. Die Bewerbungsfrist läuft bis 6. Jänner 2003; die endgültige Entscheidung über die Durchführung werde im Mai erfolgen. In den 29 «Studienjahren» seit 1972 haben mehrere hundert Studenten in Jerusalem einen von deutschsprachigen Universitäten anerkannten Spezial-Studiengang in Fächern wie Bibelkunde, Archäologie, Judaistik, Islamistik und Ostkirchenkunde absolviert.

Exkursionen in Israel erschwert

«Wir möchten alles in unseren Kräften Stehende tun, das bewährte ökumenische Studium in Israel fortzusetzen», betonte Studiendekan Klaus Scholtissek. Der Münsteraner Theologe ist zusammen mit der Benediktinerabtei Hagia Maria Sion, auf deren Gelände der Unterricht durchgeführt wird, der akademisch zuständigen Hochschule San Anselmo in Rom sowie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD für den Studiengang verantwortlich. Mit Beginn der zweiten Intifada im Herbst 2000 waren der Lehrbetrieb und vor allem die Exkursionen im Land erschwert worden. Aus Sicherheitsgründen war das Studienjahr 2002/03 abgesagt worden.

Kathpress
5. november 2002