Første nuntius i Israel kaller pavebesøket historisk

Vatikanstadt, 16.3.00 (KAP) Erzbischof Andrea Cordero Lanza di Montezemolo, Vatikandiplomat und ehemaliger Apostolischer Nuntius in Israel, hat die am Montag beginnende Papstreise ins Heilige Land als ein Ereignis von historischer Bedeutung bezeichnet. In einem Interview mit Radio Vatikan sagte der Erzbischof am Donnerstag, allein die Tatsache, dass Johannes Paul II. erst der zweite Papst in der gesamten Kirchengeschichte sei, der an den Ursprung des Christentums reise, zeige den Rang der Reise. Cordero gilt als einer der Wegbereiter der vatikanisch-israelischen Beziehungen. Er vertritt seit 1998 als Nuntius den Heiligen Stuhl gegenüber der Republik Italien.

Mit Nachdruck hob der Vatikandiplomat die Bedeutung der Reise für die Einheit der christlichen Kirchen hervor. Die Stimme des Papstes, die sich in jüngster Zeit mehrere Male in Aufsehen erregender Weite für die Einheit der Christen erhoben habe, werde von den Heiligen Stätten aus besondere Wirkung haben. Er zeigte sich überzeugt, dass es bei dem Papstbesuch im Heiligen Land neue Impulse für die Ökumene geben werde.

Cordero, der von 1990 als Apostolischer Delegat und von 1994 bis 1998 als erster Nuntius des Papstes in Israel wirkte, sagte weiter, auch der besondere geschichtliche Moment mache den Papstbesuch zu einer historischen Reise. Er erinnerte an den Stand des Friedensprozesses im Nahen Osten, in dem die Versöhnung unter den Religionen einer der wichtigsten Aspekte sei. Zwar sei der Heilige Stuhl nicht direkt an den Verhandlungen beteiligt, doch trete der Papst für Gerechtigkeit und die Respektierung der Rechte aller ein.

Kathpress

av Webmaster publisert 17.03.2000, sist endret 17.03.2000 - 15:39